UNO-City (Vienna International Centre)
Seit 1979 einer von vier weltweiten Amtssitzen der Vereinten Nationen, mit sechs charakteristischen Y-förmigen Türmen. Ein Besucherzentrum bietet Führungen an.
Bezirk XXII
Zwischen Donauinsel, Alter Donau und Seestadt Aspern ist die Donaustadt Wiens flächenmäßig größter und bevölkerungsreichster Bezirk, geprägt von UNO-City und einem der größten Grünanteile der Stadt.
Fotos folgenCharakter des Bezirks
Die Donaustadt liegt zur Gänze am linken, östlichen Ufer der Donau und ist mit rund 102 Quadratkilometern der flächenmäßig größte der 23 Wiener Gemeindebezirke. Prägend ist die Nähe zum Wasser: Die Donauinsel zieht sich über die gesamte Länge des Bezirks, ergänzt durch die Alte Donau als beliebtes Naherholungsgebiet zum Baden, Segeln und Spazierengehen. Am Donaupark mit dem 252 Meter hohen Donauturm liegt die UNO-City, seit 1979 einer von vier weltweiten Amtssitzen der Vereinten Nationen.
Trotz der internationalen Bauten bleibt die Donaustadt in weiten Teilen von Grünland, landwirtschaftlichen Flächen und ehemaligen Dorfkernen wie Aspern, Kagran, Stadlau, Hirschstetten und Süßenbrunn geprägt. Größtes aktuelles Stadtentwicklungsgebiet ist die Seestadt Aspern auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern, wo seit rund 2010 ein komplett neuer Stadtteil mit künstlichem See, Hochschul-Campus, Gewerbeflächen und Wohnraum für mehrere Zehntausend Menschen entsteht. Die Verlängerung der U-Bahn-Linie U2 über die Donau brachte dem Bezirk in den 2000er-Jahren den ersten Schienenanschluss ans Wiener Zentrum.
Mit rund 220.800 Einwohner:innen ist die Donaustadt mittlerweile der bevölkerungsreichste Wiener Bezirk und gehört zu jenen mit dem stärksten Bevölkerungswachstum der Stadt. Der Anteil der in Wien Geborenen ist in keinem anderen Bezirk höher, was auch auf viele junge Familien in den neueren Wohngebieten zurückzuführen ist. Fast zwei Drittel der Bezirksfläche bestehen aus Grünland und Gewässern.
Für Bewohner:innen
Alle wichtigen Anlaufstellen im Bezirk auf einen Blick, von der Bezirksvorstehung bis zur Kurzparkzone.
1220 Wien, Dr.-Adolf-Schärf-Platz 8, 6. Stock
Termine nur nach telefonischer Vereinbarung oder per E-Mail
1220 Wien, Dr.-Adolf-Schärf-Platz 8
Sozialzentrum Beatrix-Kempf-Gasse, 1220 Wien
Zuständig für 11., 21. und 22. Bezirk
Gesamter Bezirk, Montag bis Freitag, 9 bis 22 Uhr
Maximale Parkdauer ohne Parkpickerl: 2 Stunden. Parkpickerl-Antrag beim Magistratischen Bezirksamt Donaustadt.
Für Bewohner:innen
Amtswege, die immer wieder anfallen, gebündelt an einem Ort. Links auf Wien-weite Services und auf Anlaufstellen speziell im 22. Bezirk.
Kuratiert
Eine kleine, bewusst kurz gehaltene Auswahl an Sehenswürdigkeiten. Konkrete Lokal- und Geschäftsempfehlungen folgen, sobald wir sie mit eigenem Bildmaterial zeigen können.
Seit 1979 einer von vier weltweiten Amtssitzen der Vereinten Nationen, mit sechs charakteristischen Y-förmigen Türmen. Ein Besucherzentrum bietet Führungen an.
1964 zur Wiener Internationalen Gartenschau angelegt, ist der Donauturm mit 252 Metern bis heute das höchste Bauwerk Österreichs. Rundherum lädt der Donaupark zum Spazierengehen ein.
Auf dem 1977 geschlossenen Flugfeld Aspern entsteht seit rund 2010 eines der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas, mit künstlichem See, Hochschul-Campus und Wohnraum für mehrere Zehntausend Menschen.
Für Bewohner:innen
Ein paar konkrete Hinweise abseits der offensichtlichen Wege, gesammelt für alle, die im Bezirk wohnen.
Rund 21,5 Kilometer lange, autofreie Insel zwischen Donau und Neuer Donau mit durchgehenden Rad- und Spazierwegen, im Donaustädter Abschnitt liegt das Freizeitareal "Pier 22".
Der ruhige ehemalige Flussarm ist beliebt zum Schwimmen, Segeln und Rudern, mit schattigen Uferwegen für lange Spaziergänge.
Größtes zusammenhängendes Augebiet Mitteleuropas mit markierten Wander- und Radwegen, das Nationalparkhaus wien-lobAU informiert mit Ausstellungen.
Städtische Gärtnerei mit Schmetterlingshaus, Gewächshäusern und Themengärten, ganzjährig zugänglich.
Kostenloser Übungsparcours für Radfahrtechnik, direkt am Ufer der Neuen Donau gelegen.
Weitläufige Parkanlage rund um den Donauturm mit Wasserfällen, Liliputbahn und Spazierwegen bis zur Alten Donau.
Geschichte
Auf dem Gebiet der heutigen Donaustadt lagen bereits im Mittelalter mehrere Angerdörfer wie Aspern, Kagran, Stadlau, Hirschstetten und Süßenbrunn, die lange als eigenständige Gemeinden zum niederösterreichischen Marchfeld gehörten. Mit der Eingemeindung von Floridsdorf 1904/1905 kamen erste Teile des Gebiets zu Wien, 1938 wurden im Zuge der nationalsozialistischen Erweiterung zu Groß-Wien weitere Marchfeldgemeinden angeschlossen. Nach 1945 wurde diese Fläche neu geordnet: 1946 beschlossen Bund und Länder eine Rückgliederung eines Großteils der Gemeinden an Niederösterreich, während der heutige, kleinere 22. Bezirk unter dem neuen Namen Donaustadt entstand, rechtskräftig umgesetzt 1954. Die Nähe zur Donau prägte die Nachkriegsentwicklung entscheidend: 1964 entstanden Donaupark und Donauturm anlässlich der Wiener Internationalen Gartenschau, 1979 eröffnete die UNO-City als Amtssitz der Vereinten Nationen. Die Fertigstellung der neuen Reichsbrücke 1980 brachte dem Bezirk den ersten Anschluss ans Wiener U-Bahn-Netz. Seit den 2010er-Jahren wächst mit der Seestadt Aspern eines der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas, während historische Ortskerne wie Kagran oder Stadlau ihren dörflichen Charakter bis heute teilweise bewahrt haben.
Fotos zu diesem Bezirk folgen, sobald sie recherchiert und fotografiert sind.