Türkenschanzpark
1888 von Kaiser Franz Joseph I. eröffneter, 1910 erweiterter Landschaftspark mit altem Baumbestand, Teichanlagen und Spielplätzen, eine der beliebtesten Grünanlagen im Wiener Nordwesten.
Bezirk XVIII
Zwischen Gründerzeitvierteln am Gürtel und noblen Villen des Cottageviertels liegt Währing, ein bürgerlicher Bezirk mit Parks und Wienerwald-Nähe.
Fotos folgenCharakter des Bezirks
Währing liegt im Nordwesten Wiens am Rand des Wienerwaldes und erstreckt sich über die Abhänge zwischen Gürtel und Höhenstraße. Der Bezirk wurde 1892 aus den ehemals selbstständigen Vorortgemeinden Währing, Weinhaus, Gersthof und Pötzleinsdorf gebildet. Er gilt neben Hietzing und Döbling als bürgerlicher Bezirk, geprägt durch das Villenviertel Cottage im Norden. Gleichzeitig weist Währing, vor allem südlich der Gentzgasse nahe dem Gürtel, dichte Gründerzeitquartiere auf, das sogenannte Kreuzgassenviertel.
Rund die Hälfte der Gebäude in Währing stammt noch aus der Zeit vor 1919. Fast ein Drittel der Bezirksfläche ist Grünfläche, Wälder, Parks und Kleingärten prägen das Landschaftsbild, allen voran der Türkenschanzpark und der Pötzleinsdorfer Schlosspark. Nahe dem Türkenschanzpark liegt außerdem der Sitz der Universität für Bodenkultur, die den Bezirk als Bildungs- und Wissenschaftsstandort mitprägt.
Währing zählt aktuell rund 51.500 Einwohner:innen auf 6,28 Quadratkilometern und gehört zu den moderat wachsenden Wiener Bezirken. Der Bezirk hat einen im Wiener Vergleich sehr hohen Akademiker:innen-Anteil und ein überdurchschnittlich hohes Durchschnittseinkommen. Historisch war Währing lange von Bevölkerungsrückgang geprägt, von rund 70.000 Einwohner:innen 1951 sank die Zahl bis 2001 auf knapp 45.000, seither wächst der Bezirk wieder kontinuierlich.
Für Bewohner:innen
Alle wichtigen Anlaufstellen im Bezirk auf einen Blick, von der Bezirksvorstehung bis zur Kurzparkzone.
1180 Wien, Martinstraße 100, 1. Stock
Termine nur nach telefonischer Vereinbarung oder per E-Mail
1180 Wien, Martinstraße 100
Zusätzliche Servicestelle: 1190 Wien, Pfarrwiesengasse 23C
Telefonische Servicestelle der MA 40
Erstauskunft und Vermittlung an das zuständige Sozialzentrum, Mo-Fr 8-18 Uhr
1190 Wien, Hohe Warte 32
Zuständig für 18. und 19. Bezirk
Montag bis Freitag, 9 bis 22 Uhr
Maximale Parkdauer ohne Parkpickerl: 2 Stunden
Für Bewohner:innen
Amtswege, die immer wieder anfallen, gebündelt an einem Ort. Links auf Wien-weite Services und auf Anlaufstellen speziell im 18. Bezirk.
Kuratiert
Eine kleine, bewusst kurz gehaltene Auswahl an Sehenswürdigkeiten. Konkrete Lokal- und Geschäftsempfehlungen folgen, sobald wir sie mit eigenem Bildmaterial zeigen können.
1888 von Kaiser Franz Joseph I. eröffneter, 1910 erweiterter Landschaftspark mit altem Baumbestand, Teichanlagen und Spielplätzen, eine der beliebtesten Grünanlagen im Wiener Nordwesten.
Weitläufiger, 1935 der Öffentlichkeit übergebener Landschaftspark rund um das im 18. Jahrhundert ausgebaute Schloss Pötzleinsdorf, mit Streichelzoo und Spielplätzen am Rand des Wienerwaldes.
Klassizistisches Sommerschlösschen von 1808, seit 1965 Zweigmuseum des Museums für angewandte Kunst mit bedeutender Sammlung Wiener Biedermeiermöbel und einer historischen Uhrensammlung.
Für Bewohner:innen
Ein paar konkrete Hinweise abseits der offensichtlichen Wege, gesammelt für alle, die im Bezirk wohnen.
Rundweg entlang der Teiche, vorbei am Rosengarten und der Aussichtswarte, ideal für einen entspannten Nachmittag im Grünen.
Der ehemalige Währinger Ortsfriedhof beherbergt die einstigen Grabstätten von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert und ist heute eine ruhige Parkanlage.
Rund 450 historische Villen, entstanden ab 1872 durch den Wiener Cottage-Verein, prägen die ruhigen Straßen zwischen Sternwartestraße und Gymnasiumstraße.
Der letzte offen fließende Quellbach des einst kanalisierten Währinger Baches lässt sich auf einem kurzen Spazierweg beim Schafbergbad erleben.
Die 1874-1883 erbaute Sternwarte im Sternwartepark bietet bei Führungen Einblicke in die Geschichte der Astronomie und einen der größten Linsenfernrohre der Welt.
Streichelzoo, weitläufige Wiesen und mehrere Spielplätze machen den Park zu einem beliebten Ausflugsziel mit Kindern.
Geschichte
Am 1. Jänner 1892 wurden die bis dahin selbstständigen Vorortgemeinden Währing, Weinhaus, Gersthof, Pötzleinsdorf, Neustift am Walde und Salmannsdorf zum 18. Wiener Gemeindebezirk zusammengeschlossen. 1938 wurden Neustift am Walde und der Großteil von Salmannsdorf per NS-Gesetz dem Nachbarbezirk Döbling zugeschlagen. Der Bezirk war auch Schauplatz des Widerstands: Die von Kaplan Heinrich Maier gegründete Gruppe Maier-Messner-Caldonazzi, eine der bedeutendsten österreichischen Widerstandsgruppen gegen den Nationalsozialismus, hatte hier ihr Zentrum. 1973 sorgte eine Bürgerbefragung gegen die geplante Verbauung des Sternwarteparks für Aufsehen. Politisch war Währing über Jahrzehnte ÖVP-dominiert, seit der Bezirksvertretungswahl 2015 stellen die Grünen mit Silvia Nossek die Bezirksvorsteherin. Die einstige Vorortelinie der Wiener Stadtbahn, die den Bezirk durchquert, wurde in den 1980er-Jahren saniert und ist heute Teil der S-Bahn-Linie S45.
Fotos zu diesem Bezirk folgen, sobald sie recherchiert und fotografiert sind.