Kalvarienbergkirche
Die 1301 erstmals erwähnte Pfarrkirche "Zum heiligen Bartholomäus" war im 17. Jahrhundert ein Zentrum des Protestantismus in Wien und ist seit 1766 mit dem angrenzenden Kalvarienberg verbunden.
Bezirk XVII
Zwischen Gürtel und Wienerwald gelegen, verbindet Hernals dichte Gründerzeitviertel im Osten mit Villen, Weingärten und Grünruhelage im Westen.
Fotos folgenCharakter des Bezirks
Hernals liegt im Nordwesten Wiens im Übergangsbereich zwischen Wienerwald und dem Westgürtel und erstreckt sich entlang des heute kanalisierten Alsbachs. Mit rund 11,35 Quadratkilometern zählt Hernals zu den mittelgroßen Wiener Bezirken und ist zugleich einer der grünsten: Rund 70 Prozent der Fläche entfallen auf Grünland, Wälder und Gewässer, mehr als die Hälfte davon Wald. Charakteristisch ist der Gegensatz zwischen dem dicht verbauten, zentrumsnahen Osten rund um Elterleinplatz und Hernalser Hauptstraße und dem locker bebauten, hügeligen Westen mit Dornbach und Neuwaldegg.
Der Bezirk entstand 1890/92 durch die Eingemeindung der bis dahin selbstständigen Vorortgemeinden Hernals, Dornbach und Neuwaldegg, deren Grenzen bis heute in den gleichnamigen Katastralgemeinden fortleben. Aus dem einstigen Weinbaudorf Hernals wurde im 19. Jahrhundert ein dicht verbautes Gründerzeitviertel mit Industrie- und Gewerbebetrieben, während Dornbach und Neuwaldegg von Villen, alten Ortskernen und Gemeindebauten in Grünruhelage geprägt blieben. In den letzten Jahrzehnten hat sich Hernals dank guter Anbindung, Nähe zu Naherholungsgebieten und vergleichsweise moderater Wohnkosten zu einem gefragten Wohnbezirk mit laufenden Stadterneuerungsprojekten gewandelt.
Zum Stichtag 1. Jänner 2024 zählte Hernals 56.671 Einwohner:innen, das entspricht 2,8 Prozent der Wiener Gesamtbevölkerung. Seit 2014 ist die Bevölkerung um rund 4,1 Prozent gewachsen, angetrieben vor allem durch Zuwanderung. Das Durchschnittsalter liegt bei 41 Jahren, der Frauenanteil bei 50,6 Prozent. Rund 4.200 Studierende haben ihren Wohnsitz im Bezirk, was einem überdurchschnittlichen Bildungsniveau entspricht.
Für Bewohner:innen
Alle wichtigen Anlaufstellen im Bezirk auf einen Blick, von der Bezirksvorstehung bis zur Kurzparkzone.
1170 Wien, Elterleinplatz 14, 1. Stock
Termine nur nach telefonischer Vereinbarung oder per E-Mail
1170 Wien, Kalvarienberggasse 29
Standesamt Wien-Alsergrund, 1090 Wien, Wilhelm-Exner-Gasse 5
Anmeldung zur Eheschließung mittlerweile an jedem Wiener Standesamt-Standort möglich
Telefonische Servicestelle der MA 40
Erstauskunft und Vermittlung an das zuständige Sozialzentrum, Mo-Fr 8-18 Uhr
Aktuelle Kontaktdaten laut Landespolizeidirektion Wien auf polizei.gv.at
Montag bis Freitag, 9 bis 22 Uhr
Maximale Parkdauer ohne Parkpickerl: 2 Stunden
Für Bewohner:innen
Amtswege, die immer wieder anfallen, gebündelt an einem Ort. Links auf Wien-weite Services und auf Anlaufstellen speziell im 17. Bezirk.
Kuratiert
Eine kleine, bewusst kurz gehaltene Auswahl an Sehenswürdigkeiten. Konkrete Lokal- und Geschäftsempfehlungen folgen, sobald wir sie mit eigenem Bildmaterial zeigen können.
Die 1301 erstmals erwähnte Pfarrkirche "Zum heiligen Bartholomäus" war im 17. Jahrhundert ein Zentrum des Protestantismus in Wien und ist seit 1766 mit dem angrenzenden Kalvarienberg verbunden.
Der rund 80 Hektar große, ab 1766 im englischen Stil angelegte Landschaftsgarten gilt als ältester Naturgarten Österreichs und geht direkt in den Wienerwald über.
Der zentrale Platz des Bezirks vereint seit 1986 Amtshaus, Volkshochschule, Bücherei und Geschäfte. Der 1981 wiedererrichtete Alszauberbrunnen erinnert an die Wienerlied-Tradition des Bezirks.
Für Bewohner:innen
Ein paar konkrete Hinweise abseits der offensichtlichen Wege, gesammelt für alle, die im Bezirk wohnen.
Weitläufiger, ältester Landschaftsgarten Österreichs mit direktem Übergang in den Wienerwald, Teichen und dem historischen Hameau, ideal für einen längeren Spaziergang.
Die als Allee angelegte Straße im äußeren Hernals mit altem Baumbestand ist eine der charakteristischen, breiten Alleestraßen des Bezirks.
Ab Neuwaldegg beginnt die Wiener Höhenstraße durch den Wienerwald in Richtung Wilhelminenberg und Kahlenberg, guter Ausgangspunkt für längere Wanderungen.
Im Jugendstilgebäude der ehemaligen Hernalser Sparkasse zeigt das Museum Dauerausstellungen zu den Brüdern Schrammel, dem Weinbau und der Bezirksgeschichte, Eintritt frei.
1914 als erstes städtisches Hallenschwimmbad Wiens eröffnet, mit Wandmalereien im Foyer und bis heute in Betrieb.
Der um 1920 zur Eisgewinnung angelegte, frei zugängliche Teich in Wald- und Wiesenlage ist ein beliebtes Ausflugsziel mit Bootsverleih.
Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Gegend an der Als bereits 1044; im 16./17. Jahrhundert war Hernals unter den Grafen Jörger ein Zentrum des Protestantismus in Wien, bis die Gegenreformation die evangelische Bevölkerung vertrieb. 1766 begann die Errichtung des bis heute bekannten Hernalser Kalvarienbergs bei der Bergkirche. Am 1. Jänner 1892 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Hernals, Dornbach und Neuwaldegg als 17. Wiener Gemeindebezirk eingemeindet; bereits 1883 hatte Hernals als erste Vorortgemeinde am Elterleinplatz ein eigenes Rathaus erhalten, das bis heute Sitz der Bezirksvorstehung ist. Um die Jahrhundertwende entstand im Osten ein dicht bebautes Gründerzeitviertel, während im März 1945 schwere Luftangriffe große Schäden anrichteten. In der Nachkriegszeit prägten kommunaler Wohnbau und 1958 der Ankauf des Schwarzenbergparks durch die Stadt Wien die weitere Entwicklung; 1986 wurde am Elterleinplatz das heutige Bezirkszentrum eröffnet. Seit den 1980er-Jahren hat sich das Image von Hernals zu einem zunehmend gefragten Wohn- und Kulturbezirk gewandelt.
Fotos zu diesem Bezirk folgen, sobald sie recherchiert und fotografiert sind.