Charakter des Bezirks
Der dichtest besiedelte Bezirk Wiens
Margareten liegt unmittelbar südwestlich der Innenstadt, eingerahmt vom Wienfluss im Norden und dem Gürtel im Westen und Süden. Mit rund 25.000 Menschen pro Quadratkilometer ist der 5. Bezirk der am dichtesten besiedelte Wiens, obwohl er mit gut zwei Quadratkilometern zu den kleineren Bezirken zählt. Enge Gassen, hohe Zinshäuser und wenig Grünraum prägen das Stadtbild bis heute.
Der Bezirk entstand 1861 durch Abtrennung von der Wieden und entwickelte sich rasch vom Handwerker- zum Arbeiterbezirk. In der Zwischenkriegszeit prägten sozialdemokratische Gemeindebauten wie der Reumannhof und der Metzleinstaler Hof, Wiens erster kommunaler Wohnbau, das Stadtbild. Diese Tradition ist bis heute sichtbar: Rund jede sechste Wohnung in Margareten ist eine Gemeindewohnung, viele Straßenzüge tragen noch immer den Charakter des Roten Wien.
Der Bezirk gilt neben der Brigittenau als letzter Arbeiterbezirk der Innenstadt, in den zugleich immer mehr Kreative und Künstler:innen ziehen. Das Durchschnittseinkommen liegt unter dem Wiener Mittel, der Anteil der Menschen mit Hochschulabschluss dagegen über dem Durchschnitt. Diese Gleichzeitigkeit prägt den Alltag: Traditionsvereine und Gemeindebauten treffen auf junge Zuzügler:innen, Wochenmärkte auf neue Ateliers und Werkstätten.