Bezirksmuseum Floridsdorf
Im Mautner-Schlössl untergebracht, widmet sich das 1953 gegründete Bezirksmuseum der Entstehung der Landschaft links der Donau, der Dampfschifffahrt und der Eisenbahngeschichte des Bezirks.
Bezirk XXI
Am linken Donauufer gelegen, verbindet Floridsdorf Gemeindebau-Geschichte und dörfliche Weinhänge im Norden mit Alter Donau, Donauinsel und einem der größten Bezirksgebiete Wiens.
Fotos folgenCharakter des Bezirks
Floridsdorf liegt am linken Donauufer und bildet gemeinsam mit der Donaustadt den nordöstlichen Teil Wiens jenseits des Flusses. Im Norden reichen die südlichen Ausläufer des Bisambergs in den Bezirk, dessen Seitengipfel Falkenberg mit 320 Metern den höchsten Punkt Floridsdorfs markiert. Die Donau bildet die südwestliche Bezirksgrenze, ein Abschnitt der Donauinsel sowie der nördlichste Teil der Alten Donau liegen auf Floridsdorfer Gebiet. Sieben ehemals eigenständige Gemeinden, darunter Jedlesee, Stammersdorf, Strebersdorf, Großjedlersdorf und Donaufeld, bilden bis heute die Bezirksteile.
Die Eisenbahn brachte ab 1837 mit der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn den industriellen Aufschwung, der das zuvor landwirtschaftlich geprägte Gebiet in wenigen Jahrzehnten veränderte. Im Roten Wien der Zwischenkriegszeit entstanden große Gemeindebauten wie der Schlingerhof, nach 1966 folgte mit der Großfeldsiedlung eines der größten Wohnbauprojekte der Stadt. Diese Bautradition prägt Floridsdorf bis heute und begründet seinen Ruf als traditioneller Arbeiterbezirk. Im Norden, um Stammersdorf und Strebersdorf, haben sich dagegen dörfliche Ortskerne mit Weingärten erhalten.
Mit rund 183.900 Einwohner:innen auf 44,52 Quadratkilometern zählt Floridsdorf zu den bevölkerungsreichsten und flächenmäßig größten Bezirken Wiens. Laut Stadt Wien wächst der Bezirk seit der Jahrtausendwende kontinuierlich und weist einen überdurchschnittlichen Anteil an in Wien geborenen Bewohner:innen auf. Statistisch liegt Floridsdorf bei Durchschnittsalter und Durchschnittseinkommen im mittleren Bereich der Wiener Gemeindebezirke, bei der Radwegdichte hingegen deutlich darüber.
Für Bewohner:innen
Alle wichtigen Anlaufstellen im Bezirk auf einen Blick, von der Bezirksvorstehung bis zur Kurzparkzone.
1210 Wien, Am Spitz 1, 2. Stock
Termine nur nach telefonischer Vereinbarung oder per E-Mail
Standesamt Wien-Zentrum, 1010 Wien, Wipplingerstraße 6-8
Anmeldung zur Eheschließung mittlerweile an jedem Wiener Standesamt-Standort möglich
Telefonische Servicestelle der MA 40
Erstauskunft und Vermittlung an das zuständige Sozialzentrum, Mo-Fr 8-18 Uhr
1210 Wien, Hermann-Bahr-Straße 3
Montag bis Freitag, 9 bis 22 Uhr
Maximale Parkdauer ohne Parkpickerl: 2 Stunden. Ausnahme: der Senderparkplatz unterliegt nicht der Kurzparkzonenregelung.
Für Bewohner:innen
Amtswege, die immer wieder anfallen, gebündelt an einem Ort. Links auf Wien-weite Services und auf Anlaufstellen speziell im 21. Bezirk.
Kuratiert
Eine kleine, bewusst kurz gehaltene Auswahl an Sehenswürdigkeiten. Konkrete Lokal- und Geschäftsempfehlungen folgen, sobald wir sie mit eigenem Bildmaterial zeigen können.
Im Mautner-Schlössl untergebracht, widmet sich das 1953 gegründete Bezirksmuseum der Entstehung der Landschaft links der Donau, der Dampfschifffahrt und der Eisenbahngeschichte des Bezirks.
Der neugotische Backsteinbau mit Jugendstil-Innenausstattung war ursprünglich als Bischofskirche einer eigenen niederösterreichischen Diözese geplant. Mit 96 Metern besitzt der Turm den dritthöchsten Kirchturm Wiens.
Der nördlichste Teil der Alten Donau liegt auf Floridsdorfer Gebiet. Der 1929 fertiggestellte Wasserpark bietet Uferpromenade und Liegewiesen abseits der belebteren südlichen Abschnitte.
Für Bewohner:innen
Ein paar konkrete Hinweise abseits der offensichtlichen Wege, gesammelt für alle, die im Bezirk wohnen.
Der ruhigere, nördliche Uferabschnitt der Alten Donau eignet sich für ausgedehnte Spaziergänge fernab des Trubels der südlichen Badebereiche.
Der Floridsdorfer Abschnitt der Donauinsel bietet Rad- und Spazierwege mit Blick auf die Neue Donau.
Der 1992 eröffnete Marchfeldkanal durchzieht den Bezirk als grünes Band und lässt sich auf einem durchgehenden Uferweg erwandern oder mit dem Rad befahren.
Die unter Naturschutz stehenden Verteidigungsanlagen aus dem Jahr 1866 sind heute Teil eines Natura-2000-Schutzgebiets mit seltenem Trocken- und Halbtrockenrasen.
Die südlichen Ausläufer des Bisambergs mit dem 320 Meter hohen Falkenberg, dem höchsten Punkt des Bezirks, bieten Wanderwege mit Blick über Wien.
Durch die noch dörflich geprägten Ortskerne im Norden führen Wege vorbei an Weingärten, die seit Jahrhunderten Teil der Floridsdorfer Landschaft sind.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung reicht bis 1014 zurück, als der heutige Bezirksteil Jedlesee als "Outcinesse" genannt wurde. Die Donauregulierung der 1870er Jahre und der Anschluss an die Eisenbahn machten aus dem hochwassergefährdeten Gebiet eine aufstrebende Industriestadt. Am 28. Mai 1894 schlossen sich Floridsdorf, Donaufeld, Jedlesee und Neu-Jedlersdorf zur Großgemeinde Floridsdorf zusammen, die am 12. November 1904 per Landesgesetz in die Stadt Wien eingemeindet wurde und mit Wirksamkeit vom 10. Jänner 1905 den neuen 21. Bezirk bildete. 1911 kam das bis dahin selbstständige Strebersdorf hinzu. Im Bürgerkrieg 1934 war Floridsdorf mit dem Arbeiterheim und dem Schlingerhof Schauplatz schwerer Kämpfe, 1938 wurde die Synagoge in der Freytaggasse zerstört. Mehrere Grenzänderungen zum 22. Bezirk in den folgenden Jahrzehnten formten den heutigen Bezirkszuschnitt. Seit den 1990er-Jahren prägen der Ausbau von Donauinsel und Neuer Donau, die Verlängerung der U6 sowie neue Wohnprojekte das Bezirksbild.
Fotos zu diesem Bezirk folgen, sobald sie recherchiert und fotografiert sind.