Kirche am Steinhof
Die von Otto Wagner 1904 bis 1907 auf der Baumgartner Höhe errichtete Kirche gilt als einer der bedeutendsten Jugendstilbauten Wiens. Die goldene Kuppel ist von weiten Teilen der Stadt aus sichtbar.
Bezirk XIV
Penzing verbindet dichte, urbane Stadtviertel entlang des Wienflusses mit den ausgedehnten Wäldern des Wienerwaldes und zählt zu den grünsten Bezirken Wiens.
Fotos folgenCharakter des Bezirks
Penzing liegt im Westen Wiens, begrenzt im Süden vom Wienfluss zum Nachbarbezirk Hietzing und im Nordwesten von ausgedehnten Wienerwald-Flächen zu Niederösterreich. Mit rund 33,82 Quadratkilometern ist er der viertgrößte Bezirk Wiens und hat nach Hietzing den zweithöchsten Grünflächenanteil der Stadt, fast die Hälfte des Bezirksgebiets ist bewaldet. Er setzt sich aus den ehemaligen Vorortgemeinden Penzing, Baumgarten, Breitensee und Hütteldorf-Hadersdorf-Weidlingau zusammen, die noch heute als eigenständige Grätzl mit unterschiedlichem Charakter erkennbar sind.
Historisch war Penzing zugleich Sommerfrische und Arbeiterviertel: In Breitensee entstand im 19. Jahrhundert ein dichtes Arbeiterviertel, während wohlhabende Wiener:innen entlang des Wienflusses ihre Sommerresidenzen errichteten. Prägend für das Bezirksbild sind die Anlagen rund um die Baumgartner Höhe mit der Otto-Wagner-Kirche sowie zahlreiche kommunale Wohnbauten aus der Zwischenkriegszeit wie der Hugo-Breitner-Hof. Mit dem Allianz Stadion, Heimstätte des SK Rapid Wien, und dem Technischen Museum Wien beherbergt Penzing auch überregional bedeutende Einrichtungen.
Aktuell zählt Penzing laut Stadt Wien mehr als 98.000 Einwohner:innen; nach einem Tiefstand um die Jahrtausendwende wächst der Bezirk seither moderat. Historisch erreichte die Bevölkerung 1934 mit rund 98.100 Personen ihren bisherigen Höchststand. Die Bevölkerungsstruktur liegt in weiten Teilen nahe dem Wiener Durchschnitt, wobei der Bezirk traditionell einen etwas höheren Anteil älterer Menschen aufweist.
Für Bewohner:innen
Alle wichtigen Anlaufstellen im Bezirk auf einen Blick, von der Bezirksvorstehung bis zur Kurzparkzone.
1140 Wien, Hütteldorfer Straße 188, Pavillon 1
Termine nur nach telefonischer Vereinbarung oder per E-Mail
1130 Wien, Hietzinger Kai 1-3
Standesamt Wien-Hietzing, 1130 Wien, Hietzinger Kai 1, Eingang Dommayergasse 12
Zuständig für 13., 14., 15. und 23. Bezirk
Telefonische Servicestelle der MA 40
Erstauskunft und Vermittlung an das zuständige Sozialzentrum, Mo-Fr 8-18 Uhr
1150 Wien, Tannengasse 8-10
Zuständig für 14. und 15. Bezirk
Montag bis Freitag, 9 bis 19 Uhr in bewirtschafteten Zonen
Penzing zählt zu den Außenbezirken ohne flächendeckende Kurzparkzone. Genaue Zonen: interaktive Karte auf wien.gv.at/verkehr/parken.
Für Bewohner:innen
Amtswege, die immer wieder anfallen, gebündelt an einem Ort. Links auf Wien-weite Services und auf Anlaufstellen speziell im 14. Bezirk.
Kuratiert
Eine kleine, bewusst kurz gehaltene Auswahl an Sehenswürdigkeiten. Konkrete Lokal- und Geschäftsempfehlungen folgen, sobald wir sie mit eigenem Bildmaterial zeigen können.
Die von Otto Wagner 1904 bis 1907 auf der Baumgartner Höhe errichtete Kirche gilt als einer der bedeutendsten Jugendstilbauten Wiens. Die goldene Kuppel ist von weiten Teilen der Stadt aus sichtbar.
Der Westen des Bezirks liegt fast vollständig im Wienerwald und bietet mit der Sophienalpe sowie der Hohe-Wand-Wiese ausgedehnte Wander- und Ausflugsgebiete. Fast die Hälfte der Bezirksfläche ist bewaldet.
Das 1918 eröffnete Technische Museum zeigt auf rund 28.500 Quadratmetern die Geschichte der Technik mit Schwerpunkt auf Österreichs industrieller Entwicklung.
Für Bewohner:innen
Ein paar konkrete Hinweise abseits der offensichtlichen Wege, gesammelt für alle, die im Bezirk wohnen.
Neben der Kirche am Steinhof lohnt ein Spaziergang durch das weitläufige, parkartige Areal der ehemaligen Heilanstalt mit seinen historischen Pavillons.
Vom Bezirksrand führen markierte Wienerwald-Wanderwege zur Sophienalpe und zu weiteren Aussichtspunkten, Ausgangspunkte liegen etwa in Hadersdorf-Weidlingau.
In der von Otto Wagner 1886-1888 erbauten Villa in der Hüttelbergstraße 26 richtete der Maler Ernst Fuchs sein Privatmuseum ein, direkt daneben steht die kleinere Villa Wagner II.
Der rund 50.000 Quadratmeter große, naturbelassene Dehnepark am Rand des Wienerwaldes war einst im Besitz des Schauspielers Willi Forst und ist seit den 1970er-Jahren öffentlich zugänglich.
Der sanierte Rad- und Gehweg entlang des Wienflusses zwischen Wolf in der Au und Nikolaisteg verbindet Hütteldorf und Hadersdorf-Weidlingau und ist durchgehend barrierefrei.
Im alten Amtshaus in der Penzinger Straße zeigt das Bezirksmuseum die Geschichte der alten Ortskerne, eine nachgebaute Greißlerei und die Werkstatt des letzten Schmieds im Bezirk.
Geschichte
Der Ortskern Penzing wird erstmals um 1130 urkundlich erwähnt und gehörte über Jahrhunderte als Grundherrschaft zum Wiener Bürgerspital. Am 19. Dezember 1890, wirksam mit 1. Jänner 1892, wurden Penzing, Baumgarten, Breitensee und Hütteldorf gemeinsam mit Hadersdorf-Weidlingau nach Wien eingemeindet und bildeten zunächst mit Hietzing den damaligen 13. Bezirk. Erst 1938 wurde im Zuge der NS-Gebietsreform der eigenständige 14. Bezirk Penzing aus dem nördlich des Wienflusses gelegenen Gebiet des alten 13. Bezirks gebildet, inklusive seines heutigen Namens. In der NS-Zeit wurden in der damaligen Wiener Städtischen Nervenklinik "Am Spiegelgrund" auf der Baumgartner Höhe im Rahmen der NS-Euthanasie hunderte Kinder ermordet, woran heute die Gedenkstätte Steinhof erinnert. Der Zweite Weltkrieg traf den Bezirk mit schweren Bombenangriffen auf die Bahnanlagen. Nach 1945 prägten kommunaler Wohnbau wie der Hugo-Breitner-Hof und der Ausbau der öffentlichen Verkehrsanbindung, zuletzt mit der Fertigstellung der U4 nach Hütteldorf 1981, die weitere Entwicklung.
Fotos zu diesem Bezirk folgen, sobald sie recherchiert und fotografiert sind.