Markt
Naschmarkt
Seit 2009 zur Gänze im 6. Bezirk gelegen, mit anderthalb Kilometern Länge einer der größten Märkte der Stadt. Samstags kommt der Flohmarkt am westlichen Ende dazu.
Bezirk VI
Der dichteste Bezirk Wiens: Naschmarkt, Jugendstilfassaden und die Mariahilfer Straße als pulsierendes Rückgrat.
Charakter des Bezirks
Mariahilf ist mit knapp anderthalb Quadratkilometern einer der kleinsten Bezirke Wiens, aber auch einer der am dichtesten besiedelten. Die Mariahilfer Straße zieht sich als Einkaufsmeile quer durch den Bezirk, doch wer in die Seitengassen abbiegt, findet ruhige Wohnstraßen, kleine Ateliers und den Naschmarkt, der von früh bis spät für Betrieb sorgt.
Der Bezirk versteht sich seit Jahren als Fairtrade- und Klimabündnis-Bezirk und setzt auf Nachbarschaftsinitiativen wie "Miteinander in Mariahilf". Zwischen Otto-Wagner-Fassaden und Systemgastronomie zeigt sich hier, wie eng Tradition und Alltag in Wien nebeneinander bestehen können.
Mariahilf zählt zu den dicht besiedelten Bezirken Wiens, mit vergleichsweise wenig eigenem Grün. Rund 120 Nationen prägen den Alltag, spürbar in den kleinen Lebensmittelgeschäften und Handwerksbetrieben der Seitengassen ebenso wie im Publikum am Naschmarkt. Wer hier wohnt, verbringt einen Teil des Tages zwangsläufig im öffentlichen Raum, auf Plätzen, in Parks und Kaffeehäusern, die die knappen privaten Freiflächen ausgleichen.
Für Bewohner:innen
Alle wichtigen Anlaufstellen im Bezirk auf einen Blick, von der Bezirksvorstehung bis zur Kurzparkzone.
1060 Wien, Amerlingstraße 11, 1. Stock
Sprechstunden nach telefonischer Vereinbarung
1070 Wien, Hermanngasse 24-26
Mo-Fr 8-11.30 Uhr ohne Termin, Nachmittage Mo-Fr 12-15.30 Uhr und Do 12-17.30 Uhr nach Terminvereinbarung
Standesamt Wien-Zentrum, 1010 Wien, Habsburgergasse 5
Zuständig für 1., 4., 5., 6., 7., 8., 9. und 12. Bezirk, nur mit Terminvereinbarung
Dienststelle für 3., 6., 7., 11., 15. Bezirk, 1030 Wien, Marxergasse 4
1050 Wien, Viktor-Christ-Gasse 19
SPK-W-05-Kommando@polizei.gv.at
Zuständig für 4., 5. und 6. Bezirk
Montag bis Freitag, 9 bis 22 Uhr
Maximale Parkdauer: 2 Stunden
In Geschäftsstraßen teils nur 1,5 Stunden, auch mit Parkpickerl
Für Bewohner:innen
Amtswege, die immer wieder anfallen, gebündelt an einem Ort. Links auf Wien-weite Services und auf Anlaufstellen speziell im 6. Bezirk.
Kuratiert
Eine kleine, bewusst kurz gehaltene Auswahl an Sehenswürdigkeiten. Konkrete Lokal- und Geschäftsempfehlungen folgen, sobald wir sie mit eigenem Bildmaterial zeigen können.
Markt
Seit 2009 zur Gänze im 6. Bezirk gelegen, mit anderthalb Kilometern Länge einer der größten Märkte der Stadt. Samstags kommt der Flohmarkt am westlichen Ende dazu.
Architektur
Otto Wagners Ensemble aus drei Wohnhäusern von 1898/99, darunter das Majolikahaus mit seiner floralen Keramikfassade. Eines der Wahrzeichen des Wiener Jugendstils, direkt am Naschmarkt.
Für Bewohner:innen
Ein paar konkrete Hinweise abseits der offensichtlichen Wege, gesammelt für alle, die im Bezirk wohnen.
Der rund 5.000 Quadratmeter große Loquaipark bei der Hofmühlgasse ist bewusst in einen ruhigen Rastbereich, einen Spielplatz und eine offene Sitzfläche gegliedert. Das macht ihn zu einem der wenigen Orte im dicht verbauten Mariahilf, an denen sich Nachbarschaft über Generationen hinweg im Freien trifft.
In den Sommermonaten bietet die Wiener Gesundheitsförderung im Aktivpark des Esterhazyparks regelmäßig kostenlose Bewegungseinheiten für unterschiedliche Altersgruppen an, von Training bis Yoga. Die Termine werden über die Bezirksmedien und die Website der Stadt Wien angekündigt.
Dienstag und Mittwoch sind am Naschmarkt spürbar ruhiger als das Wochenende. Wer ohne Gedränge einkaufen oder in Ruhe schauen möchte, ist an diesen Tagen besser aufgehoben als samstags.
Offiziell beginnt der Samstagsflohmarkt am Naschmarkt um 6.30 Uhr, unter erfahrenen Sammler:innen wechseln manche Stücke aber schon eine Stunde früher den Besitzer. Wer stöbern statt nur schauen will, kommt früh.
Am Vorplatz der Mariahilfer Kirche findet mehrmals wöchentlich ein kleiner Bauernmarkt statt, deutlich unauffälliger als der Naschmarkt und vor allem von Anwohner:innen für den täglichen Einkauf genutzt.
Eine ruhige Route beginnt am Vorplatz der Mariahilfer Kirche, führt durch einen schmalen Torbogen in die gepflasterte Barnabitengasse und weiter über die Schadekgasse bis zum Fritz-Grünbaum-Platz, der in den Esterhazypark übergeht. Fast die gesamte Strecke verläuft abseits des Durchzugsverkehrs.
Geschichte
Mariahilf, der 6. Wiener Gemeindebezirk, verdankt seinen Namen der Mariahilfer Kirche und dem Gnadenbild Maria Hilf. Der Bezirk entstand 1850 durch den Zusammenschluss der Vorstädte Gumpendorf, Magdalenagrund und Windmühle sowie südlicher Teile von Laimgrube und Mariahilf, zunächst als 5. Bezirk, seit der Abtrennung Margaretens 1861 als 6. Bezirk. Die Mariahilfer Straße, ursprünglich als Poststraße nach Linz angelegt, entwickelte sich im 19. Jahrhundert zur bedeutendsten Geschäftsstraße Wiens und wurde nach dem U-Bahn-Bau der Linie U3 1993 als moderne Einkaufsstraße wiedereröffnet. Bis heute gilt Mariahilf als einer der attraktivsten Wohn- und Geschäftsbezirke der Stadt.