Vergnügungspark
Wurstelprater
Seit 1766 öffentlich zugänglich, damit einer der ältesten Vergnügungsparks der Welt. Zwischen Riesenrad und Achterbahnen hat sich das Kettenkarussell seinen altmodischen Charme bewahrt.
Bezirk II
Zwischen Donaukanal und Donau gelegen: Prater, Karmeliterviertel und eine Vielfalt, die den Bezirk zum gelassensten der Stadt macht.
Charakter des Bezirks
Die Leopoldstadt ist eine Insel, umschlossen von Donaukanal und Donau, und das prägt ihren Rhythmus. Wer vom ersten Bezirk über die Brücke kommt, spürt sofort den Unterschied: breitere Straßen, mehr Grün, weniger Tempo. Der Prater mit seiner Hauptallee und dem Wurstelprater ist der bekannteste Teil, aber bei Weitem nicht der einzige.
Rund um den Karmelitermarkt und die Taborstraße hat sich ein Grätzl entwickelt, das Alteingesessene und Zugezogene, jüdisches Erbe und studentisches Leben nebeneinander kennt. Mit dem Augarten, einem der ältesten Barockgärten der Stadt, und dem Campus der Wirtschaftsuniversität hat der Bezirk auch eine ruhige und eine sehr junge Seite, die sich beide keine Mühe geben, aufzufallen.
Der Alltag im Bezirk zeigt zwei Gesichter nebeneinander. Rund um den Karmeliterplatz ist die jahrhundertealte jüdische Gemeinde mit Synagogen, Schulen und koscheren Geschäften bis heute präsent, während im Nordbahnviertel auf ehemaligem Bahngelände ein völlig neues Wohnquartier entsteht. Bis 2030 sollen dort rund 20.000 Menschen leben, viele davon junge Familien, die den Bezirk zu einem der am schnellsten wachsenden Wiens machen.
Für Bewohner:innen
Alle wichtigen Anlaufstellen im Bezirk auf einen Blick, von der Bezirksvorstehung bis zur Kurzparkzone.
1020 Wien, Karmelitergasse 9, 2. Stock
Sprechstunden nach telefonischer Vereinbarung
1200 Wien, Brigittaplatz 10
Zusätzliche Servicestelle für Melde-, Pass- und Fundangelegenheiten in 1020, Karmelitergasse 9. Mo-Fr 8-11.30 Uhr ohne Termin, Nachmittage Mo-Fr 12-15.30 Uhr und Do 12-17.30 Uhr nach Terminvereinbarung
Standesamt Wien-Donaustadt, 1200 Wien, Dr.-Adolf-Schärf-Platz 8
Zuständig für 2., 20., 21. und 22. Bezirk, nur mit Terminvereinbarung
1200 Wien, Pappenheimgasse 33
SPK-W-20-Kommando@polizei.gv.at
Zuständig für 2. und 20. Bezirk
Montag bis Freitag, 9 bis 22 Uhr
Maximale Parkdauer: 2 Stunden
In Geschäftsstraßen teils nur 1,5 Stunden, auch mit Parkpickerl
Für Bewohner:innen
Amtswege, die immer wieder anfallen, gebündelt an einem Ort. Links auf Wien-weite Services und auf Anlaufstellen speziell im 2. Bezirk.
Kuratiert
Eine kleine, bewusst kurz gehaltene Auswahl an Sehenswürdigkeiten. Konkrete Lokal- und Geschäftsempfehlungen folgen, sobald wir sie mit eigenem Bildmaterial zeigen können.
Vergnügungspark
Seit 1766 öffentlich zugänglich, damit einer der ältesten Vergnügungsparks der Welt. Zwischen Riesenrad und Achterbahnen hat sich das Kettenkarussell seinen altmodischen Charme bewahrt.
Geschichte
Einer der ältesten Barockgärten Wiens, mit einem der massiven Flaktürme aus dem Zweiten Weltkrieg als unübersehbarem Mahnmal. Gleich daneben produziert die Porzellanmanufaktur seit 1718.
Architektur
Zaha Hadids Library and Learning Center kippt scheinbar über dem Eingang, und ist nur eines von mehreren Gebäuden internationaler Stararchitekt:innen auf dem Campus der Wirtschaftsuniversität.
Für Bewohner:innen
Ein paar konkrete Hinweise abseits der offensichtlichen Wege, gesammelt für alle, die im Bezirk wohnen.
Der Bauernmarkt hat freitags und samstags von 9 bis 18 Uhr geöffnet und zählt zu den größten Wiens. Am ruhigsten und mit der breitesten Auswahl an Ständen ist der Besuch am Vormittag, bevor sich der Platz am Samstagmittag füllt.
Auf dem Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs ist mit rund 93.000 Quadratmetern die größte neue Parkanlage Wiens seit 1974 entstanden. Naturnahe Wildnisflächen wechseln mit Wiesen, Spielbereichen und hölzernen Stegen, auf denen sich Wildbienen und Zauneidechsen beobachten lassen.
Der langgestreckte Donauarm im Grünen Prater ist von dichtem Ufergehölz gesäumt und bleibt auch an belebten Tagen still. Der Weg rund um das Gewässer misst etwa sechs Kilometer und eignet sich für kurze Uferspaziergänge ebenso wie für längere Runden.
Von Juni bis September bietet das Programm Bewegt im Park rund 18 offene Kurse in der Leopoldstadt an, ohne Anmeldung und ohne Kosten, etwa Ganzkörpertraining dienstags in der Venediger Au oder Yoga mittwochs im Prater.
Der barocke Park gehört zu den am wenigsten überlaufenen Grünflächen des Bezirks. Breite Alleen und weitläufige Wiesen laden zum Spazieren abseits des Prater-Trubels ein, umgeben von der historischen Anlage rund um das Augartenpalais.
Der Rad- und Fußweg entlang des Donaukanals führt vom Nussdorfer Wehr bis zum Wiener Hafen und folgt größtenteils dem rechten, zur Leopoldstadt gehörenden Ufer. Er verbindet Prater und Innenstadt fernab vom Autoverkehr.
Geschichte
Die Leopoldstadt ist seit 1850 der 2. Wiener Gemeindebezirk und liegt als Insel zwischen Donaukanal und Donau, ursprünglich geprägt vom Charakter einer von Wasser umschlossenen Vorstadt. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert siedelten sich hier zahlreiche jüdische Zuwanderer aus Galizien und der Bukowina an, wodurch der Bezirk vor 1938 als Zentrum jüdischen Lebens in Wien galt, im Volksmund auch "Mazzesinsel" genannt. Mit der nationalsozialistischen Herrschaft ab 1938 wurde diese Bevölkerung vertrieben, beraubt und ermordet. Prägend für den Bezirk ist zudem seit der Öffnung 1766 der Prater mit seinem Vergnügungspark und dem weithin bekannten Riesenrad.